„Wir sagen ihm immer: Du bist ein starker Junge.“ Das hat eine Mama zu mir gesagt, als sie meine Affirmationstassen bei mir im Regal gesehen hat. Ich habe tief gespürt: Sie wünscht sich, dass ihr Kind sicher aufwächst. Dass es an sich glaubt. Dass es sich im Leben getragen fühlt.
Und weißt du was?
Das, was sie macht, ist richtig.
Aber es ist nur ein Teil.
Denn Worte allein formen kein inneres Gefühl von Sicherheit. Es geht um so viel mehr. Was? Das erfährst du in diesem Text.
Was dein Kind wirklich prägt
Kinder lernen nicht in erster Linie durch das, was wir sagen.
Sie lernen durch das, was sie spüren. Sie spüren uns:
- Wie wir uns fühlen
- Wie wir mit Situationen umgehen
- Wie sicher wir selbst sind
- Was wir über uns und über die Welt glauben
Sie wachsen in einem Raum auf, der sie formt.
Und genau dieser Raum ist entscheidend. Über diesen Raum möchte ich mit dir sprechen.
Der energetische Raum – was ist das eigentlich?
Der energetische Raum ist nichts Mystisches.
Er ist das, was du jeden Tag mitbringst und damit auch aussendest:
- deine Gedanken
- deine Gefühle
- deine Erfahrungen
- deine inneren Überzeugungen
Alles, was du bist, wird für dein Kind spürbar.
Und vielleicht kennst du das von dir selbst – als du noch klein warst:
Du hattest vielleicht selbst eine Mama, die oft Sorgen hatte.
Die dich beschützen wollte.
Die schnell gesagt hat: „Pass auf.“
Oder: „Sei vorsichtig.“
Vielleicht war da ganz viel Liebe.
Aber auch ganz viel Angst.
Und genau das überträgt sich.
Kinder übernehmen nicht Worte – sie übernehmen Gefühl
Ein Kind spürt und ertastet es mit seinen Energiefühlern:
„Ist meine Mama ruhig?“
„Fühlt sie sich sicher?“
„Ist die Welt ein sicherer Ort?“
Und daraus entsteht ganz leise ein inneres Gefühl und dann auch eine innerliche Überzeugung:
- Ich bin sicher ODER Ich muss aufpassen/ Ich bin angreifbar
- Ich bin getragen ODER Ich bin allein, ohne Schutz
Nicht, weil es jemand gesagt hat.
Sondern weil es so erlebt wurde.
Und jetzt kommt der wichtigste Punkt
Wenn du das liest, könntest du denken:
„Oh je… dann habe ich womöglich alles falsch gemacht.“
Nein.
Ganz im Gegenteil. Das wäre ein Denken im Mangel. Du hast sehr viel richtig gemacht. Und jetzt kommst du noch mehr in deine Kraft.
Du kannst etwas verändern
Nicht, indem du dein Kind „trainierst“.
Nicht, indem du die perfekten Worte findest.
Sondern indem du bei dir beginnst.
Indem du dich fragst:
- Wie fühle ich mich eigentlich im Alltag?
- Bin ich oft angespannt oder ruhig?
- Vertraue ich dem Leben – oder habe ich eher Sorge?
- Drehe ich eine Gedankenschleife nach der nächsten? Male ich mir die schlimmsten Szenarien aus?
Bitte geh nicht in die Bewertung. Sondern lass ein neues Bewusstsein in dir entstehen. Bewusstsein verändert dich und dein Kind. Vielleicht stellst du fest, dass die Sorgen unnötig sind. Oder du erforschst in Mitgefühl für dich selbst, was du bereits erlebt und was dich geformt hat. Um zu entscheiden, es jetzt anders machen und loslassen zu können.
Sicherheit entsteht im Alltag – nicht in großen Momenten
Was du wissen darfst: Dein Kind braucht keine perfekten Situationen.
Es braucht kleine, echte Momente:
- wenn du präsent bist
- wenn du ruhig bleibst
- wenn du dich selbst halten kannst
Dann spürt dein Kind:
„Ich bin nicht allein. Mama ist da.“
Und du kannst dein Kind dabei aktiv unterstützen
Nicht nur durch dein inneres Erleben.
Sondern auch ganz konkret im Alltag.
Zum Beispiel:
- durch kleine Mutmach-Geschichten vor dem Einschlafen
- durch ruhige gemeinsame Momente
- durch Worte, die sich stimmig anfühlen
- durch Rituale, die Sicherheit geben
Dinge, die dein Kind nicht nur hört, sondern fühlt.
Hier findest du solche Inhalte für dein Kind:
Eine kleine Übung für dich
Nimm dir heute einen Moment.
Wenn dein Kind bei dir ist, halte kurz inne.
Und frage dich:
- Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
- Bin ich ruhig oder angespannt?
- Bin ich wirklich da?
Und dann:
atme einmal bewusst ein
und aus
Lass deine Schultern sinken.
Werde einen Moment weicher.
Du musst nichts verändern.
Nur da sein.
Was dann passiert
Dein Kind wird es spüren.
Vielleicht ganz leise.
Vielleicht ohne große Reaktion.
Aber etwas verändert sich.
Der wichtigste Gedanke für dich
Du kannst deinem Kind Sicherheit nicht „beibringen“.
Aber du kannst etwas viel Kraftvolleres tun:
Du kannst ein innerer Raum werden, in dem sich dein Kind sicher fühlt.
Und das wirkt.
Jeden Tag.
In jedem kleinen Moment.
Und wenn du dein Kind unterstützen möchtest, wenn du auch mal nicht dabei sein kannst, schaue einmal hier:





